Wenn die Temperaturen draußen zunehmend kälter werden, sehnt sich der Körper nach wärmenden, nährenden Gerichten. Ob herzhafte Suppen, aromatische Eintöpfe, cremige Dals oder ein wohltuendes Risotto – all diese Gerichte haben eines gemeinsam: Ihre geschmackliche Basis ist fast immer eine gute Gemüsebrühe. Gerade im Ayurveda spielt warme, gekochte Nahrung eine zentrale Rolle, um den Körper zu stärken und das innere Gleichgewicht zu unterstützen.
Wir möchten euch in diesem Beitrag zeigen, wie ihr euer eigenes Gemüsebrühpulver oder eine aromatische Gemüsebrühpaste ganz einfach selbst herstellt. Außerdem erfahrt ihr, wie ihr die Zutaten gezielt auf euer Ayurveda-Dosha abstimmen könnt und welche Gewürze besonders empfehlenswert sind. So entsteht eine Mischung, die nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch euren Körper im Sinne des Ayurveda unterstützen kann.
Warum ihr eure Gemüsebrühe selbst herstellen solltet
Gerade im Winter dient uns die Gemüsebrühe als ideale Basis für weitere schmackhafte Gerichte. Doch nicht immer haben wir die Zeit und die Lust aus dem Gemüse eine klare Brühe herzustellen.
Eine Alternative zur klaren Brühe, die nicht nur schneller in der Zubereitung ist, sondern auch einen intensiveren Geschmack an die Gerichte bringt, ist die gekörnte Brühe. Das Problem bei der Herstellung von eigenem, getrocknetem Gemüsebrühpulver ist allerdings der Energieaufwand, der durch das stundenlange Dörren im Ofen oder im Dörrautomat entsteht.
Wir möchten euch hier eine einfache Alternative vorstellen, mit der ihr eure eigene Gemüsebrühe schnell und einfach herstellen könnt. Intensiv im Geschmack und frei von unnötigen Zusatzstoffen.
Alles, was ihr für die Zubereitung benötigt, ist euer bevorzugtes Gemüse und Salz. Letzteres sorgt dafür, dass eure selbstgemachte Gemüsebrühe im Kühlschrank länger haltbar ist. Dabei solltet ihr auf das richtige Verhältnis zwischen Salz und Gemüse achten. Wir empfehlen euch 100 g Salz pro 500 g Gemüse zu verwenden.
Was kommt in die ayurvedische Gemüsebrühe?
Solange ihr euch an das Verhältnis zwischen Salz und Gemüse haltet, sind eurer Fantasie, was die Zutaten angeht, keinerlei Grenzen gesetzt. Zu den klassischen Zutaten in einer Gemüsebrühe gehören in der Regel:
- Sellerie
- Karotten
- Lauch
- Petersilie
Ihr könnt jedoch weitere für euch passende und schmackhafte Zutaten hinzufügen, wie zum Beispiel:
- Zwiebeln
- Ingwer
- Koriander
- Kohlrabi
- Petersilienwurzel oder Pastinake
- Fenchel
- Chili
Ihr könnt eure Gemüsebrühe ganz flexibel in verschiedenen Varianten herstellen und so optimal an unterschiedliche Küchenstile anpassen. Besonders im Ayurveda spielt die richtige Kombination von Zutaten und Gewürzen eine wichtige Rolle, weshalb sich diese selbstgemachte Brühe ideal für eine ayurvedische Ernährung eignet. Je nach Vorliebe könnt ihr sie sowohl für europäische Gerichte als auch für asiatische Küchen wie die indische oder chinesische Küche verwenden.
Sobald ihr euer Lieblingsgemüse ausgewählt habt, wird es grob geschnitten zusammen mit etwas Salz in eine Küchenmaschine gegeben. Im Ayurveda ist es besonders wichtig, Speisen individuell auf den Menschen abzustimmen, daher empfehlen wir euch, zusätzlich passende Gewürze entsprechend eures Ayurveda-Doshas hinzuzufügen. Welche Gewürze für Vata, Pitta oder Kapha geeignet sind, könnt ihr in unserer Übersicht nachlesen. So entsteht eine Brühe, die nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch den Prinzipien des Ayurveda folgt und euer persönliches Gleichgewicht unterstützen kann.
Die Mischung wird anschließend in der Küchenmaschine fein zerkleinert, bis eine homogene Paste entsteht. Diese wird danach in saubere, gut verschließbare Gläser abgefüllt. Im Kühlschrank aufbewahrt, ist die ayurvedisch inspirierte Gemüsebrühpaste mehrere Monate haltbar und damit perfekt für eine schnelle, gesunde Küche im Alltag nach Ayurveda-Prinzipien geeignet.
In der Anwendung ist sie besonders praktisch: Ihr könnt sie ganz einfach wie herkömmliche gekörnte Brühe verwenden. Ein Teelöffel der selbstgemachten Gemüsebrühe auf etwa 250 ml heißes Wasser reicht bereits aus, um eine aromatische und nach Ayurveda ausgerichtete Brühe zuzubereiten.
Habt ihr eure eigene Ayurveda-inspirierte Gemüsebrühe schon ausprobiert? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar hier im Blog oder schreibt uns auf unseren Social-Media-Kanälen. Wir sind gespannt, wie euch eure persönliche Ayurveda-Brühe schmeckt!
Autor: Jens Jakob, Inhaber & Diplom-Biologe, Spezialisierung Heilkräuter
Quellen:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4815005/ (Exploring Knowledge on Food and Health – wissenschaftlicher Überblick zu Ernährungsprinzipien)
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4624353/ (Ayurnutrigenomics – personalisierte Ernährung nach Prakriti/Dosha aus genomischer Perspektive)
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8471560/ (Vegetarian Diets, Ayurveda – Dosha-Prinzipien in modernem Ernährungskontext)
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