Immer mehr Menschen verwenden das Fasten als eine Art Frühjahrsputz für Körper, Geist und Seele. Das Fasten hat eine jahrtausendalte Tradition. Vor vielen Jahrhunderten „erfunden“ von den Mönchen, diente es ihnen vor allem dazu, sich für eine begrenzte Zeit besser und unbelasteter dem spirituellen Leben hingeben zu können. Heutzutage wird das Fasten hauptsächlich auf der körperlichen Ebene gesehen und durchgeführt. Und hier hat es natürlich auch seinen Effekt der Entschlackung, Entgiftung und Entsäuerung.

Es gibt viele verschiedene Arten des Fastens, welche wir Euch gern in den nächsten Wochen einmal vorstellen möchten. Aber zunächst wollen wir Euch die Notwendigkeit des Fastens einmal nahebringen.

Was bewirkt Fasten im menschlichen Körper?

Während des Fastens wird der Körper nur mit einer Mindestmenge an Kalorien, Vitaminen und Mineralien versorgt. Während dieser Zeit können sich unsere Zellen regenerieren und unser Körper wird gereinigt. Giftstoffe werden aus dem Körper transportiert und unser Organismus wird gestärkt.

Neben der Zellerneuerung sind Entgiftung, Darmreinigung, Stärkung des Immunsystems und psychische Gesundheit Ziele des Fastens. Viele Menschen fasten, um von einem Überangebot an Lebensmitteln wegzukommen, denn genau wie ein Mangel an Nahrung kann auch ein Überangebot Stress verursachen. Außerdem wird das Fasten oft von dem Wunsch nach Veränderung begleitet. Fühlt man sich in der aktuellen Lebenssituation nicht wohl, mit dem Job oder dem Lebensstil? Abgesehen von dem wohltuenden und gesunden Effekt auf den Körper, kann eine Fastenkur Euch die Augen dafür öffnen, was Euch wirklich wichtig ist. Und schließlich geht es beim Fasten auch um Genuss, denn nicht selten sind nach der Fastenzeit Sinneseindrücke vor allem mit Blick auf Geschmack und Geruch viel intensiver.

Dabei soll das Fasten keinesfalls eine kurzfristige Unterbrechung unseres Alltags darstellen. Wir bieten unserem Körper durch das Fasten eine Auszeit von krankmachenden Gewohnheiten und motivieren uns, in Zukunft gesünder und bewusster zu leben. Daher soll Fasten auch ein sinnstiftendes Erlebnis sein, welches uns bestenfalls zum Nach- und Umdenken animiert.

Welche Fastenmethoden gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von Fastenmethoden, von denen sich die meisten leicht in unseren Alltag integrieren lassen. Neben längeren Fastenkuren gibt es auch vereinzelte Methoden, bei denen nur phasenweise auf die Zufuhr von Nahrung verzichtet wird, um dem Körper kleinere Erholungsphasen zu gönnen.

Zu den beliebtesten Fastenkuren zählen:

  • Intervallfasten
  • Heilfasten nach Buchinger
  • Modifiziertes Fasten
  • Basenfasten
  • Schrothkur
  • Mayr-Kur
  • Früchtefasten
  • Saftfasten
  • Vollfasten (ohne jegliches Essen, mit Wasser und Tees)

 

Was sollte beim Fasten beachtet werden?

Fasten funktioniert immer dann besonders gut, wenn es in einer ruhigen und entspannten Umgebung stattfindet. Wenn es sich um eine etwas längere Fastenkur handelt, solltet Ihr euch idealerweise für die Zeit des Fastens Urlaub nehmen.

Wer ersten Mal fastet, sollte sich bereits im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass es nicht nur um eine geringere Nahrungsaufnahme oder eine Trinkkur geht. Zum Fasten gehören auch eine Vorbereitungszeit, die Darmentleerung, eine sorgsame Körperpflege, ausreichend Bewegung sowie ein starker sozialer Rückhalt durch Familie oder Freunde.

Solltet Ihr Euch trotz Fastenzeit nicht frei nehmen können, bedenkt, dass ein erhöhtes Maß an Selbstdisziplin nötig ist. Die Versuchung im Büro, der Kantine oder generell in der Gesellschaft zu essen oder einen angebotenen Snack nicht dankend abzulehnen, ist hier deutlich größer. Außerdem ist zu bedenken, dass man es in dieser Zeit im Allgemeinen etwas langsamer angehen sollte und der Kreislauf wahrscheinlich schwächer sein wird als sonst. Im Büro kann dies neben der Arbeit für zusätzlichen Stress sorgen, der den positiven Effekten des Fastens im Wege steht.

Wer sollte nicht fasten?

Schwangere und stillende Frauen sollen nicht fasten. Viel wichtiger ist, dass eine Art des Fastens gewählt wird, die zu den eigenen Lebensumständen passt und konsequent verfolgt werden kann. Trotz der vielen guten Wirkungen ist Fasten bei Menschen mit schweren Herz-und Nierenerkrankungen, Krebserkrankungen, Gicht oder Gallenproblemen nicht zu empfehlen. Jedoch sind dies keine Allgemeinregeln. Nach Absprache mit einem Arzt kann Fasten gerade bei Erkrankungen durchaus angebracht sein. Ansonsten eignet sich Fasten für jeden, der sich gesund fühlt und fasten möchte. Das gilt auch für sehr schlanke Menschen.

Nebenwirkungen beim Fasten

Vor allem die ersten Tage können etwas anstrengend, ungewohnt und unangenehm sein. Manche fühlen sich unruhig, frieren oder klagen über Kopfschmerzen. Das liegt daran, dass Hormone wie Adrenalin und Kortisol für Anspannung sorgen. Lasst Euch davon nicht abschrecken. In der Regel verschwinden diese Symptone, wenn man sie überhaupt hat, nach spätestens drei Tagen und ein Hochgefühl tritt ein, das häufig auch nach Ende der Fastenkur noch weiter anhält. Verantwortlich dafür sind Veränderungen des Serotonintransports im Gehirn. Ihr werdet Euch herrlich leicht und unbeschwert fühlen und man genießt die viele extra Zeit, die man hat, dadurch daß alles rund ums Essen wegfällt. Wer schon mal gefastet hat, wird dies sicher bestätigen können.

In den kommenden Tagen und Wochen möchten wir Euch hier in unserem Blog verschiedene Fastenkuren sowie wertvolle Tipps zum effektiven Fasten an die Hand geben. Lasst uns gern einen Kommentar mit euren Fragen, Anregungen und Erfahrungen zum Thema Fasten hier im Blog.