Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die in Deutschland jährlich zahlreiche Menschen betrifft. Ausgelöst wird sie durch Bakterien der Gattung Borrelia, die vor allem durch einen Zeckenbiss bzw. Stich übertragen werden. Die Erkrankung kann vielfältige Symptome hervorrufen und verläuft häufig schleichend. Neben der schulmedizinischen Therapie interessieren sich viele Betroffene für begleitende naturheilkundliche Maßnahmen, die das Immunsystem unterstützen und zur inneren Balance beitragen können.

Was ist Borreliose?

Der Begriff Borreliose bezeichnet verschiedene Infektionskrankheiten, die durch Borrelien verursacht werden. Bekannt ist vor allem die Lyme-Borreliose, benannt nach dem US-amerikanischen Ort Lyme, wo der Zusammenhang zwischen Zecken und bestimmten Gelenkbeschwerden erstmals beschrieben wurde.

Eine Übertragung erfolgt überwiegend durch den Stich infizierter Zecken. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht möglich. Diskutiert wird zudem, ob auch andere blutsaugende Insekten als Überträger infrage kommen können.

Prävention: Das Risiko eines Zeckenbisses bzw. Stichs reduzieren

Früher nahm man an, dass Zecken auf Bäume klettern und sich von dort auf ihre „Opfer“ fallen lassen. Doch das stimmt vermutlich nicht. Vielmehr halten sich Zecken im Gras auf, in Sträuchern, Zweigen und im Unterholz und warten darauf, dass sie sich von einem Warmblütler im Vorbeigehen abstreifen lassen können.

So kommen wir gleich zum nächsten Mythos – die richtige Kleidung. Denn auch mit der richtigen Kleidung können Sie sich nicht 100%ig vor Zecken schützen. Und mal ehrlich: Wer will im Sommer schon zu jeder Zeit mit langer Hose, Gummistiefeln und langärmlichem Shirt herumlaufen?

Wenn ihr zur Abwehr von Zecken nicht zu chemischen Produkten und den damit verbundenen Nebenwirkungen greifen möchtet, haben wir einen effektiven und natürlichen Tipp, der obendrein auch noch frei von Nebenwirkungen ist: Kokosöl.

Effektive Abwehr von Zecken mit Kokosöl bei Mensch und Tier

Kokosöl ist aufgrund der enthaltenen Fettsäure „Laurinsäure“ ein effektiver Schutz vor Zecken. In konkreten Labortests konnten Mitarbeiter der FU Berlin den abstoßenden Effekt von Kokosöl auf Zecken nachweisen.

Trug man das Kokosöl auf die Haut auf, versuchten bis zu 88% der Versuchszecken das Weite zu suchen. Dabei konnte sogar beobachtet werden, dass sich die auf die bereits behandelte Haut gesetzten Zecken so schnell wie möglich herunterfallen ließen. Dabei hielt die Wirkung des Kokosöls auf der Haut sechs Stunden  an, was eine deutlich längere Wirkung ist als andere Mittel gegen Zecken.

Kokosöl als natürlicher Zeckenschutz

Kokosöl wird aufgrund seines Gehalts an Laurinsäure traditionell als natürliches Abwehrmittel gegen Zecken eingesetzt. Untersuchungen zeigen, dass der Geruch der Laurinsäure auf Zecken abschreckend wirken kann.

Zur Anwendung wird eine kleine Menge Kokosöl in den Händen erwärmt und auf unbedeckte Hautstellen aufgetragen. Der Schutz muss regelmäßig erneuert werden. Auch bei Hunden und Katzen wird Kokosöl äußerlich angewendet. Es kann die Haut pflegen und wird von vielen Tierhaltern als natürliche Alternative geschätzt.

Schwarzkümmelöl gegen Zecken

Neben Kokosöl ist auch das Schwarzkümmelöl ein äußerst beliebtes Mittel gegen Zecken. Wir berichteten vor Kurzem über die fantastische Wirkung des Schwarzkümmelöls u.a. bei Allergien. Die Wirkung von Schwarzkümmelöl gegen Zecken fiel 2014 dem Schüler Alexander Bertz aus Regensburg zufällig auf. Sein Hund benötigte aufgrund einer Allergie spezielles Futter, dem Schwarzkümmelöl beigemischt war. Damit ließen nicht nur die allergischen Beschwerden nach – auch die Zecken ließen den Hund fortan in Ruhe.

Daraufhin startete Alexander einen Versuch: Er nahm sich ein schweißgetränktes Handtuch und sammelte auf Wiesen etwa 30 Zecken. Anschließend setze er die Zecken in ein Y-förmiges Gefäß, in welchem sich Proben aus Schweiß und Schweineblut befanden. Einmal mit und einmal ohne Schwarzkümmelöl. Bei jedem neuen Test mieden die Zecken immer wieder die Gabelung, in der die Proben mit Schwarzkümmelöl vermischt waren. Der Schüler konnte daraus schließen, dass Schwarzkümmelöl gegen Zecken hilft, weil der Geruch des Öls die Tiere abschreckt. Für seine Entdeckung erhielt Alexander Bertz einen Preis von „Jugend forscht“.

Auch Schwarzkümmelöl wird traditionell zur Abwehr von Zecken genutzt. Sowohl die äußerliche Anwendung auf der Haut als auch die Einnahme in Form von Öl oder Kapseln werden beschrieben. Der charakteristische Geruch könnte eine abschreckende Wirkung auf Zecken haben. Zusätzlich wird Schwarzkümmelöl aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe zur allgemeinen Unterstützung des Organismus verwendet.

Positiver Nebeneffekt: Schwarzkümmelöl hilft nicht nur gegen Zecken. Es besitzt auch viele weitere positive Eigenschaften. So hilft die innere Einnahme auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Bluthochdruck, die äußere Anwendung lindert hingegen Neurodermitis und allgemeinen Hautproblemen.

Borreliose Symptome & Verlauf

Borreliose verläuft unbehandelt typischerweise in mehreren Stadien. Ein häufiges frühes Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans), eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle. Weitere mögliche Beschwerden sind:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • Lymphknotenschwellungen

Im weiteren Verlauf können zusätzliche Symptome wie Konzentrationsprobleme, Schwindel oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Da die Beschwerden unspezifisch sein können, bleibt die Erkrankung mitunter lange unerkannt.

Aufgrund der vielfältigen Symptome und der nicht immer erkennbaren bzw. auftretenden Wanderröte wird Borreliose vom Hausarzt häufig nicht als solche erkannt und daher falsch oder erst sehr spät behandelt. Häufig wird hier sogar – ungeachtet der Nebenwirkungen – auf eine Antibiotikakur von vier bis hin zu sechs Wochen gesetzt.

Borreliose und Antibiotika – eine differenzierte Betrachtung

Antibiotika gelten als Standardtherapie bei bakteriellen Infektionen. Gleichzeitig wird diskutiert, wie sich eine längerfristige Einnahme auf die Darmflora und das Immunsystem auswirken kann. Eine stabile Darmflora spielt eine zentrale Rolle für die Immunfunktion. Deshalb legen naturheilkundlich orientierte Konzepte häufig Wert auf eine begleitende Unterstützung des Mikrobioms und eine gezielte Nährstoffversorgung.

Dies wird auch durch die Aussage von Doktor Ronald D. Whitmont. Arzt und Heilpraktiker, deutlich:

„Antibiotika heilen keine Infektionen. Dies ist – sogar unter Ärzten – eine oft existierende Fehlannahme.“

Außerdem, sagt Dr. Whitmont:

Im Falle der Borreliose sind jedoch oft weder die Antibiotika noch die Immunantwort des Kranken ausreichend, um die Borrelien zu dezimieren. Der fortgesetzte Gebrauch von noch stärkeren und immer länger dauernden Antibiotika-Therapien schwächt nur das Immunsystem und erlaubt es der Infektion, sich noch tiefer in den Organen festsetzen zu können.

Ist Borreliose-Behandlung ohne Antibiotika möglich?

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an alternativen und Borreliose erfahrenen Therapeuten, die bei einer Behandlung ohne Antibiotika unterstützen. Im Zentrum steht dabei in der Regel, den Körper bestmöglich zu versorgen und zu unterstützen, dass er sich dem anstrengenden Kampf gegen die Borrelien stellen kann.

Welche Mittel aus der alternativen Medizin helfen bei Borreliose?

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass der Körper mit genügend Nährstoffen und Vitaminen versorgt wird. Dazu zählen vor allem Vitamin-D, Vitamin-B sowie Magnesium. Zusätzlich solltest du darauf achten, jeden Tag 2 bis 3 Liter Wasser zu trinken. Eine basische, rohkostbetonte Ernährungsweise aus frischen Zutaten wirkt sich ebenfalls positiv auf unser Immunsystem aus.

Neben diesen eher allgemeinen Hinweisen, haben sich außerdem die folgenden Mittel und Maßnahmen als besonders effektiv bei Borreliose erwiesen:

  1. Darmreinigung zur effektiven Unterstützung des Immunsystems und Ausscheidung von Schadstoffen.
  2. Zur Ausleitung der Borrelien-Toxine, sollte man auf einen ausgeglichenen Säure-Basen Haushalt achten. Zur Stärkung der eigenen Abwehrkräfte sollte man daher eine Entsäuerung durchführen.
  3. Kardenwurzeltinktur, wirkt antibakteriell und antifugal und wird in der traditionellen Heilkunde häufig bei Infektionen wie Borreliose angewandt. Hier hat der bekannte Ethnobotaniker Dr. Wolf Dieter Storl einen besonderen Beitrag geleistet, indem er ein Buch über die Karde verfasst hat.

4. Die Klettenwurzel besitzt eine blutreinigende Wirkung und unterstützt den Körper so ebenfalls aktiv gegen Infektionen.

5. Weihrauch unterstützt den körpereigenen Stoffwechselprozess im Darm sowie in den Gelenken. Weihrauch-Kapseln sind daher ein ideales Supplement bei Borreliose.

6. Antioxidantien unterstützen nicht nur das Immunsystem beim Kampf gegen Eindringlinge und Schadstoffe von außen. Ihre entzündungshemmende Eigenschaft ist bei der Behandlung von Borreliose von äußerster Wichtigkeit. So kann sich beispielsweise auch die Einnahme von Astaxanthin – eines der stärksten und effektivsten Antioxidantien – positiv bei der Behandlung auswirken.

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Welche Erfahrungen habt ihr  mit der Einnahme von Naturheilmitteln in Bezug auf eine Borreliose gemacht? Wir freuen uns über eure Erfahrung in den Kommentaren.

Autor: Jens Jakob, Diplom-Biologe & Kräuterexperte

Quelle: https://heilkraeuter.de/lexikon/karde.htm