Die Zistrose (Cistus incanus) ist nicht nur aufgrund Ihres Aussehens ein kleines Wunder der Natur. Auch die Heilwirkung der Pflanze hat es in sich: So wird beispielsweise bei Durchfall, Hautproblemen, Aphthen, Candida oder auch bei grippalen Infekten häufig auf die Cistrose zurückgegriffen.

In diesem Blogartikel möchten wir euch weitere Fälle zeigen, wo euch die Kraft der Pflanze unterstützen kann.

Zistrose gegen Mücken und Zecken: wirksame Abwehr für Hund und Mensch

Sommerzeit ist Zeckenzeit: Doch auch hier kann die Cistrose als wirksames Mittel zur Abwehr von Mücken und Zecken eingesetzt werden – und das sowohl für den Menschen als auch für den Hund. In einer privaten Studie wurde ein entsprechender Versuch mit 48 Hunden durchgeführt. Das Ergebnis der Studie: Nach 20 Tagen wurde bei den Hunden, die Cistus bekommen hatten zwischen 0 und 2 Zecken gefunden. Bei den Hunden, die weder Cistus noch ein chemisches Präparat bekommen hatten, lag der Befall bei durchschnittlich 150 Zecken.

Auch wenn die Studie keine wissenschaftliche Aussagekraft hat, wird davon ausgegangen, dass die Einnahme von Cistus sowohl Mücken als auch Zecken fernhält.

Bei der Anwendung gegen Zecken und Mücken bietet sich vor allem die Einnahme von Kapseln oder das Trinken von Cistus-Tee an.
Für den Menschen bietet sich alternativ noch die Einnahme des Extraktes an.

Zistrose gegen Herpes

Schmerzende Herpes Bläschen gehören nun der Vergangenheit an: Eine regelmäßige Mundspülung mit dem Tee der Pflanze sorgt für eine schnelle Linderung der Schmerzen und Beschwerden. Grund für die Wirkung sind die antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften der Cistrose.

Zistrose gegen Akne

1993 stellte man in einer Fachklinik für Hauterkrankungen im Rahmen einer Studie fest, dass durch Akne hervorgerufene Entzündungen bereits nach etwa einem Monat merklich zurückgingen, wenn zweimal täglich ein Cistrosen-Extrakt auf die betroffene Hautstelle aufgetragen worden war.

Zistrose gegen Hämorrhoiden

Wer unter Hämorrhoiden leidet, kann mit einem Sitzbad etwas gegen den Juckreiz unternehmen. Zu diesem Zweck empfehlen wir etwa 10 g getrocknete Blätter der Cistrose in 200 ml Wasser für fünf Minuten lang zu kochen. Im Anschluss wird der Aufguss in das handwarme Sitzbad gegossen.

Cistrose gegen Halsschmerzen

Der Einsatz der Pflanze bei Grippe ist schon seit Längerem bekannt. Doch auch bevor die Grippe ausbricht, kann die Cistrose uns bereits gute Dienste erweisen. Bereits bei den ersten Anzeichen von Halsschmerzen hat sich das Trinken (und auch das Gurgeln) von Cistrosen-Tee als natürliches Heilmittel bewährt.

Cistrose bei Bluthochdruck

Durch seine antioxidative Wirkung eignet sich die Pflanze auch bei zu hohem Bluthochdruck. Ein Grund für die positive Wirkung ist der Wirkstoff „Naringenin“. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der sich positiv auf das metabolische Syndrom auswirkt. Dieses äußert sich durch Übergewicht, Blutzuckerprobleme, Bluthochdruck und einem zu hohen Cholesterinspiegel. All diese Eigenschaften machen das Naringenin zu einem wichtigen und hilfreichen Wirkstoff der Cistrose.

Wie ihr sehen könnt, überzeugt die Cistrose mit ihrer beeindruckenden Bandbreite an traditionellen Anwendungen. Habt ihr selbst schon positive Erfahrungen mit der Pflanze oder der Tinktur gemacht?

Teilt eure persönlichen Geschichten, Tipps oder Lieblingsrezepte gern mit uns und unseren Lesern in den Kommentaren – jede Rückmeldung inspiriert andere auf ihrem Weg zur natürlichen Unterstützung!

Habt ihr noch Fragen zur Cistrose? Das freundliche Team der Herbathek freut sich, euch persönlich weiterzuhelfen – schreibt uns einfach!
Gemeinsam entdecken wir die Schätze der Natur.

Autor: Jens Jakob, Diplom-Biologe & Kräuterexperte

Quelle: https://heilkraeuter.de/lexikon/zistrose.htm