Unsere Beine müssen für unseren Körper jeden Tag absolute Höchstleistungen erbringen – und damit meinen wir nicht den Zweck der Fortbewegung. Die Venen und Muskeln in unseren Beinen müssen täglich zwischen fünf und sechs Litern Blut – entgegen der Schwerkraft – zurück nach oben zu unserem Herzen pumpen. Wer sich an das Gefühl bei einem Handstand erinnert, wenn sich das Blut langsam im Kopf sammelt, kann sich gut vorstellen, welche Anstrengung unsere Beine hier täglich vollführen müssen.

Dabei ist es normal, dass unsere Venen in den Beinen ermüden oder schwach werden. Häufige Symptome sind „müde“ und „schwere“ Beine, häufig sogar Schwellungen die sich vor allem zum „Feierabend“ hin zeigen. Mit steigenden Temperaturen im Sommer werden die Symptome für die Betroffenen meist noch schlimmer, denn durch die Hitze weiten sich unsere Gefäße, so dass der Bluttransport zusätzlich erschwert wird.

Häufige Ursachen für schwere Beine

Wer häufig unter „schweren“ und „müden“ Beinen leidet und eine genetisch bedingte Venenschwäche ausschließen kann, sollte sich in erster Linie über die eigene Bewegung im Alltag Gedanken machen. Besonders die immer gleichen Bewegungsabläufe können unsere Venen strapazieren und zu Durchblutungsstörungen führen.

Wer im Beruf beispielsweise über lange Zeit in der gleichen Position verharren muss – wie etwa langes Sitzen oder Stehen – hat am Abend häufig durch gestautes Blut mit schweren und schmerzenden Beinen zu kämpfen. Doch auch ein langer Tag mit viel Bewegung oder das längere Tragen von High Heels beeinträchtigt die Leistung unserer Venenklappen.

Was hilft gegen müde, schwere Beine?

Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die sowohl präventiv als auch zur Linderung bei schweren Beinen angewendet werden können.

Bewegung

Versuch dich tagsüber so viel wie möglich zu bewegen. Lass wenn möglich den Aufzug links liegen und nutze die Treppe. Dadurch wird die Wadenmuskulatur gestärkt, was sich wiederum positiv auf Muskelpumpe und Venenklappen auswirkt. Das regelmäßige Spazierengehen stärkt außerdem das Herz sowie unseren Blutkreislauf.

Auch während der Arbeitszeit solltest du immer wieder in Bewegung kommen. Selbst dann, wenn du nicht regelmäßig aufstehen und einige Schritte gehen kannst, kannst du durch kleine und simple Bewegungen deine Beinmuskulatur in Schwung bringen. Ein Beispiel für so eine Übung: Spreize mehrmals täglich deine Zehen so weit wie möglich. Nach einigen Sekunden kannst du wieder locker lassen und die Übung wiederholen.

Wer längere Zeit stehen muss, kann seine Beinmuskulatur durch leichtes vor- und zurückwippen aktivieren. Verlage dein Gewicht zuerst auf die Zehen und durch eine leichte Wippe auf die Fersen.

Beine hochlegen

Auch wenn es konträr zu unserem ersten Hinweis klingen mag: Aber auch das hochlegen der Beine kann wahre Wunder bewirken. Gerade wenn du lange Zeit am Schreibtisch verbringst, kannst du durch das Hochlegen deine Beine entlasten und die Blutzirkulation wieder in Schwung bringen.

Faszientraining

Mit einer Faszienrolle kannst du ganz schnell wieder Leben in die müden Beine bringen. Die genoppten Rollen wirken durch eine wohltuende Massage entspannend auf Beine und Venen, unterstützen die Durchblutung und stärken obendrein auch noch das Bindegewebe.

Wechselduschen

Durch Wechselduschen bzw. kalte Güsse kannst du deinen Kreislauf richtig auf Touren bringen, brause deinen Körper und deine Beine mehrmals abwechselnd mit kaltem und warmen Wasser ab. Dabei solltest du immer unten am Fuß beginnen und hoch zum Oberschenkel wandern.
Durch die wechselnden Temperaturen verengen sich die peripheren Blutgefäße, dadurch kann dein Blut wieder leichter nach oben befördert werden.

Rosskastanien gegen schwere und müde Beine

Auch die Natur unterstützt uns bei unserem Kampf gegen müde und schwere Beine. Hier hat sich vor allem die Rosskastanie als wirksames Mittel zur Venenstärkung einen Namen gemacht. Doch wie wendet man diese effektiv an? Wir zeigen euch drei einfache Möglichkeiten.

Vollbad mit Badezusatz aus Rosskastanien

Ein schönes Vollbad mit einem Zusatz aus Rosskastanien kann sowohl bei schweren Beinen als auch bei Sportverletzungen, Rheuma und Gicht wahre Wunder bewirken. Für den Zusatz empfehlt es sich etwa 500 g Rosskastanien für 10 Minuten abzukochen. Den gewonnen Sud im Anschluss abseihen und dem Badewasser zugeben.

Rosskastanien Tinktur

Zur Herstellung einer Rosskastanien Tinktur füllst du ein Schraubglas mit Rosskastanien und übergießt diese mit einem hochprozentigem Alkohol – beispielsweise Doppelkorn. Das Glas verschließen und an einem hellen sowie nicht zu kaltem Ort für zwei bis sechs Wochen lagern. Zwischendurch die Mischung schütteln.

Nach der Lagerung muss der Sud gefiltert werden. Hier kannst du entweder einen Kaffeefilter oder ein feines Baumwolltuch nehmen. Die so entstandene Tinktur sollte für eine längere Haltbarkeit in dunkle Flaschen abgefüllt werden. Die Rosskastanien Tinktur kann innerlich als auch äußerlich angewandt werden .Für die innerliche Anwendung empfehlen wir 1 – 3-mal pro Tag jeweils etwa 10 Tropfen zu sich zu nehmen.

Zu den Rosskastanien

Rosskastanien Creme

Aus der eben genannten Tinktur lässt sich auch sehr einfach eine Rosskastanien Creme herstellen, die äußerlich auch bei rheumatischen Beschwerden oder bei Krampfadern eingesetzt werden kann. Neben der fertigen Tinktur benötigst du: 30 ml Olivenöl, 4 g Bienenwachs sowie 15 Gramm Lanolin.

Als erstes musst du das Öl, Lanolin und den Wachs im Wasserbad unter Rühren so lange erhitzen, bis alles geschmolzen ist. Als nächstes gibst du 30 ml der Rosskastanien Tinktur unter Rühren hinzu. Nun musst du solange rühren bis sich eine Creme gebildet hat. Wer mag kann nun der Creme noch etwas ätherisches Öl wie z.B. Wacholderbeeren-Öl hinzugeben. Zum Schluss alles in einen Tiegel umfüllen und im Kühlschrank lagern.

Wir hoffen, dass wir dir mit unseren Tipps gegen müde und schwere Beine helfen konnten und würden uns sehr über eure Meinung zu dem Thema freuen. Hinterlasst uns dazu gerne einen Kommentar hier im Blog oder auf einem unserer Social Media Profilen.