Wer unter leichten Depressionen leidet oder mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen hat, wird in diesem Zusammenhang sicherlich bereits von der Wirkung des Johanniskrauts gehört haben. Dies gilt aufgrund seiner Inhaltsstoffe als bewährtes Mittel.

In dem folgenden Blogartikel möchten wir auf die richtige Dosierung und was es bei der Einnahme von Johanniskraut zu beachten gilt eingehen.

Johanniskraut wirkt vielfach

Zum Einsatz als natürliches Antidepressivum kommt Johanniskraut wegen seines Inhaltsstoffes Hyperforin, der hauptsächlich beruhigend wirkt. Dies wird von den Flavonoiden und Xanthonen unterstützt, wobei wissenschaftliche Studien ergeben haben, dass aufgrund dieser Bestandteile die Botenstoffe im zentralen Nervensystem reguliert werden. So kann ein Ausgleich der Stimmungslage erfolgen und der allgemeine psychische Zustand des Betroffenen erheblich verbessert werden.

Neben dem Einsatz bei leichten Depressionen, besitzt Johanniskraut darüber hinaus eine antibakterielle Wirkung, welche auf das enthaltene Hyperforin sowie die enthaltenen Terpene zurückzuführen ist. Diese beiden Inhaltsstoffe fördern die wundheilende Eigenschaft der vielfach genutzten Heilpflanze und sorgen dafür, dass sowohl bei Wunden, Verbrennungen sowie bei Magen- und Darmentzündungen Johanniskraut bereits seit Jahrhunderten erfolgreich eingesetzt wird. Laborversuche und entsprechende Studien haben zudem in der Vergangenheit gezeigt, dass Johanniskraut zusätzliche antivirale Fähigkeiten besitzt.

Einfach in der Anwendung

Wer Johanniskraut als natürliches Medikament gegen Depressionen oder sonstige Beschwerden einnehmen möchte, bekommt aufgrund der verschiedenen Darreichungsformen des Heilkrauts dazu die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Die beliebtesten sind z.B.

•    Als Trockenextrakt in Kapseln, Tabletten und Pillen bzw. Dragees
•    Als geschnittenes Kraut für die Teezubereitung
•    In Kombination mit einem alkoholischen Auszug in Tropfen bzw. flüssiger Form
•    Als frisch gepresster Pflanzensaft
•    Als Urtinktur flüssig zubereitet
•    Als Öl

Zu den Johanniskraut-Produkten

 

Darreichung in Teeform

Wer Johanniskraut in Teeform konsumiert, sollte wenigstens zwei bis vier Gramm Tee jeden Tag konsumieren. Dazu werden einfach eineinhalb Esslöffel Johanniskraut Blätter oder Blüten in eine Tasse Wasser gegeben und aufgekocht. Im Anschluss sollten Sie die Teemischung knapp 15 Minuten ziehen lassen. Der Johanniskraut-Tee wirkt dabei vor allem gegen

•    Migräne
•    Migräneartige Kopfschmerzen in Zusammenhang mit der Menstruation
•    Appetitlosigkeit
•    Blähungen

Zusätzlich wirkt das Heißgetränk positiv auf die Gallentätigkeit.

Darreichung in Ölform

Für die Dosierung von Johanniskrautöl lautet die empfohlene Menge ungefähr einen halben Teelöffel, der zwei bis drei Mal täglich einzunehmen ist. Diese Anwendung ist vor allem für Frauen empfohlen, die während der Wechseljahre unter Schwermut oder mittelgradigen Verstimmungen leiden. Das natürliche Öl aus Johanniskraut kann aber auch äußerlich angewandt werden. Dann wirkt es entzündungshemmend und schmerzlindernd bei

•    Blutenden Wunden
•    Prellungen
•    Quetschungen
•    Verbrennungen
•    Hautgeschwüren
•    Rheumatischen Schmerzen
•    Hexenschuss
•    Gicht

Die wohltuende Massage und der angenehme Duft unterstützen die ohnehin schon gesundheitlich erwiesene Wirkung des Heilkrautes.

Auf die Dosierung achten!

Damit Johanniskraut in Form von wirksamen Präparaten bei leichten bis mittleren Depressionen zum Einsatz kommen und seine volle Wirkung entfalten kann, sollte täglich eine Dosis von 600 bis 900 Milligramm eingenommen werden. Diese Menge hat eine Studie als Ergebnis hervorgebracht, die Patienten mit mittelschweren Depressionen und einer täglichen Dosis von 900 Milligramm über einen längeren Zeitraum täglich begleitet hat. Die Wirkungen waren dabei hervorragend und ähnelten den Ergebnissen, die über eine Medikation mit verschreibungspflichtigen Medikamenten erzielt werden konnte. Im Rahmen dieser Versuche wurde ebenfalls festgestellt, dass das pflanzliche Produkt besser vertragen wurde, als es bei den synthetisch hergestellten Phytopharmaka der Fall war. Diese gute Verträglichkeit sorgt auch dafür, dass die Einnahme von Johanniskraut in der Regel ohne größere Nebenwirkungen auskommt.
Da es allerdings zu Wechselwirkungen mit hormonellen Verhütungsmitteln wie zum Beispiel der Pille kommen kann, empfehlen wir Ihnen die Einnahme von Johanniskraut vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker zu besprechen. Da Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit steigern kann, sollte man intensive „Sonnenbädern“ vermeiden.

Geduld ist gefragt

Johanniskraut hat sich bei richtiger Dosierung und Anwendung bei den unterschiedlichsten Anwendungen bewährt und kommt sowohl von Ärzten als auch von alternativ behandelnden Therapeuten immer wieder empfohlen. Doch Betroffenen muss eines klar sein: wer sich zu einer Behandlung entschließt, muss Geduld haben. Anders als bei chemischen Präparaten, die oftmals rasch wirken, setzt der positive Effekt von Johanniskraut erst nach zwei bis drei Wochen ein. Ein tatsächlich nachhaltig wirkendes optimales Resultat wird in den meisten Studien erst nach vier bis sechs Monaten festgestellt. Diese langfristige Anwendung und die Geduld des Betroffenen lohnen sich aber in den meisten Fällen, da es sich immerhin um eine vollkommen natürliche Medikation handelt.